WEEK 1
13.09.21
14
@
34
Sofi Stadium
Los Angeles,Californien

Review: Week 1 Bears@Rams

Das erste Spiel ist in den Büchern und es war ein gutes Sunday Night Football Game. Nach den Spielen der anderen NFC West Teams mussten die Rams zeigen, dass sie bei der starken Konkurrenz mithalten können. Und dies taten sie auch. Das Spiel haben die Rams mit 34:14 gewonnen. Das erste vorab von Adam Shefter: Matthew Stafford ist der erste QB in NFL History, der bei einem neuen Team am ersten Spieltag mehr als 300 Yards, drei Touchdowns und keine Interception wirft. Dabei hat er ein QB-Rating von fast perfekten 156.1. Das ist Career high. Die Rams sind unter McVay 36-0, wenn sie in der Halbzeitpause führen und sind 5-0 im ersten Game der Season. Natürlich gibt es auch ein paar Sachen die verbessert werden müssen aber es war ja erst das erste Spiel der Saison. So kann es weiter gehen, denn es macht Lust auf mehr.

Besondere Highlights im Spiel war unter anderem der erste Drive der Bears Offense, in dem David Long Jr. im dritten Spielzug eine Interception in der Endzone fing.

Generell hatte David Long Jr. einen guten ersten Arbeitstag. Im nachfolgenden Offensedrive der Rams entstand daraus ein Touchdown. Dieser war ein 67 Yard Pass zu Van Jefferson, der zwar auf dem Boden lag, aber von der Bears Defense nicht down by contact wurde. Somit konnte er in die Endzone gelangen. Ein weiteres Highlight ist aktuell unsere Kicker-Situation. Im darauffolgenden Offensedrive der Rams verwandelte Matt Gay ein 53 Yard Fieldgoal. Die Rams haben somit wieder Ruhe auf der Kicker Position und nicht mehr so ein Durcheinander wie letzte Saison. Auch in Sachen 4th down gibt, es anscheinend eine Veränderung bei Sean McVay. Am Anfang des zweiten Quarters spielten die Rams ein 4th down per play action aus und Van Jefferson schaffte das 1st down. Die Rams hatten nur ein 4th down und somit haben sie 100 % ausgespielt. Sehen wir in Zukunft mehr ausgespielte 4th downs?

Was lief gut?

Das Positive bei der Offense nach dem ersten Spiel ist die Verbindung von Stafford zu den Receivern. Man konnte direkt erkennen, dass die Passspielzüge klicken und es funktioniert. Matthew Stafford hat von allen NFC West Quarterbacks die meisten Passing Yards. Aus der Rams-Germany Community hört man auch heraus, dass das Spiel mit Stafford einen ruhigeren Blutdruck hervorruft als noch mit Jared Goff under Center. So etwas hat man sich erhofft und bekommt nun ein Quarterback der selber Entscheidungen treffen und Spielzüge ändern kann ohne das ihm der Headcoach in den Ohren liegt.

Die Morris-Defense war gegen das Passing Game gut. Dalton konnte keinen einzigen Pass anbringen, der länger als 10YD war. CB Jalen Ramsey war überall auf dem Feld zu finden. Gefühlt war er bei fast jedem Tackle beteiligt. Man kann und muss weiter sagen, dass Ramsey einer, wenn nicht der, beste Cornerback der Liga ist. David Long Jr. hatte auch einen sehr guten ersten Spieltag mit einer Interception in der Endzone. Auch die Safeties haben einen guten Job gemacht. Hier ist Taylor Rapp hervorzuheben, der letzte Saison einen doch starken Rückschritt gemacht hat und nun auf dem Weg der Besserung ist. Von den Edge-Rushern ist Justin Hollins mit zwei Sacks hervorzuheben. Auch Aaron Donald hat seinen Sack am Ende des Spiels noch bekommen.

Was kann besser werden?

Definitiv kann man sagen, dass das Run Game noch intensiviert werden muss. Klar fehlt Cam Akers aber Darrell Henderson Jr. hat, vor allem in der zweiten Hälfte, gezeigt was er kann. Das Run Game war in der ersten Hälfte etwas träge und noch nicht “gameday ready”. In der zweiten Halbzeit wurde es merklich besser und Henderson hat im Durchschnitt 4.4 yards pro Lauf gemacht. Das kann man schon positiv sehen, vor allem im ersten Spiel der regulären Saison und bei einer starken Front-7 der Bears. Sony Michel wurde noch nicht viel eingesetzt und hatte nur einen Lauf mit zwei Yards. Dazu muss man sagen, dass er noch frisch bei den Rams ist. Auch ein Profi muss sich erst einfinden. Als Runningback wurde Jake Funk nicht eingesetzt.

Generell ist die Defense ein “work-in-progress”. Dies ist aber normal nach dem ersten Spieltag mit einem neuen Defense Coordinator. Das Run Game der Bears hat gut funktioniert. Dazu muss gesagt werden, dass Morris im ersten Spiel eher tiefe coverages und light-Boxes gespielt hat. Sehr selten standen die Linebacker vorne, sondern eher tief nach hinten gezogen und mit zwei Safties deep. Dass das Run Game der Gegner dann Früchte trägt, ist nichts Besonderes. Auch Aaron Donald ist hier noch hervorzuheben. Er hatte einige verpasste Tackles. Aber auch der beste Defender der Liga macht mal Fehler, von daher ist das kein Grund zur Sorge.

Vergleich zur Preview

Wie bereits in der Preview geschrieben hat Sean McVay verlauten lassen das es Naiv wäre sich nicht für Justin Fields vorzubereiten. Und recht hatte er, denn Fields war für ein paar Plays auf dem Feld. Zwar nicht viele aber immerhin. Deepthreat DeSean Jackson wurde noch nicht so eingesetzt wie gedacht, dafür waren die tiefen Routen von Cooper Kupp und Van Jefferson perfekt getimed. In die Zukunft geblickt haben die Rams also mehrere Receiver, die tief angespielt werden können. Ob DeSean Jackson „der” #1 tiefe Receiver wird bleibt abzuwarten. Die Offenseline der Bears war nicht so angeschlagen wie gedacht. Andy Dalton hatte schon gut Zeit sein Play zu evaluieren, auch, wenn die Defensline mit Aaron Donald alles versucht hat. Aber das hört sich alles schlechter an als es war, denn immerhin hatten die Rams drei Sacks, dafür aber auch nur 3 QB hits.

Play of the Game

Das Play of the Game war direkt der dritte Spielzug der Rams Offense. 65 yard Touchdown-Pass von Matthew Stafford auf Van Jefferson und er läuft, nachdem er auf dem Boden liegt, untouched in die Endzone.

Man of the Match

Player of the Game muss QB Matthew Stafford werden. Erstes Spiel mit einer neuen Mannschaft, drei Touchdowns, keine Interception und ein QB-Rating von 156.1 was nahezu perfekt ist. Sollte er so weiterspielen, hat sich der teure Trade auf jeden Fall gelohnt. Man merkt direkt, dass die Fans das neue Tandem HC Sean McVay und QB Matthew Stafford lieben.

Nächste Woche treten die Rams gegen die Indianapolis Colts am Sonntag, 19 Uhr an.