Die Rams traden für Matthew Stafford

Kaum befinden wir uns in der Off-Season, schockt uns das Front-Office schon mit dem ersten Move: Die Rams Traden für QB Matthew Stafford!

Nachdem Goff in den letzten zwei Jahren deutliche Rückschritte gemacht hat, verpflichten die Rams also seinen Nachfolger. Dass die Rams zumindest Competition in den Locker Room bringen würden war nach der Saison klar: Sowohl Sean McVay als auch Les Snead vermieden ein klares Vertrauensbekenntnis zum ehemaligen first overall Pick von 2016. Dennoch kommt der Move überraschend. Aufgrund der prekären Cap-Situation, sowie anderen Interessenten an Stafford, welche deutlich höhere Picks zum Traden hatten, erschien ein Trade für Stafford für viele Rams Fans äußerst unwarscheinlich.

Für den 32 Jährigen schicken wir unsere First Round Picks von 2022&2023, einen Third Round Pick von 2021, sowie QB Jared Goff nach Detroit. Der ehemalige First Round Pick von 2009 geht in seine 13. NFL Saison. Er wurde 2014 in den Pro-Bowl gewählt und konnte bislang für 282 TD werfen.

Der Preis für Stafford ist nicht gering, dennoch sollte er auf der QB Position ein sofortiges Upgrade gegenüber Goff darstellen. Einer der größten Schwächen von Goff war sein Verhalten unter Druck. Seit seiner College-Zeit hatte Goff Probleme, gegnerische Pass-Rusher zu identifizieren. Stafford hingegen wirkt unter Druck deutlich Agiler und erkennt Pass Rusher vor dem Snap.
Außerdem besitzt Stafford einen exzellenten Arm. In der vergangenen Saison konnte er mehr als drei Mal so viele tiefe TDs(13) als Goff(4) werfen. Und dies obwohl sein Top-WR Kenny Golladay über weite Strecken der Saison verletzt war. Generell hat Stafford eine viel höhere Bereitschaft, den Ball mal tief zu werfen, und hatte letzte Saison über 2YD intended Air Yards mehr als Goff.

Rams gehen Mal wieder All-In

Die aggressive Vorgehensweise zeigt vor allem eins: Die Rams haben in das aktuelle Roster sowie unseren Coaching Staff das Vertrauen, dass diese das Potenzial haben einen Super Bowl in den nächsten Jahren nach LA zu holen. Anstatt mit hohen Picks Spieler zu verpflichten, welche erst noch entwickelt werden müssen, setzt das Front-Office lieber auf gestandene Veteranen, welche einen sofortigen Impact haben werden.
Diese riskante Strategie ging in den letzten Jahren mitunter deswegen auf, weil die Rams auch in späteren Runden immer wieder gute Spieler verpflichtet haben. So wurden in Runde 3-6 unter anderem Leistungsträger wie Cooper Kupp, John Johnson und Jordan Fuller in die Mannschaft geholt, welche sich als exzellente Starter bewiesen haben.
Auch in diesem Jahr ist das Front-Office wieder gefordert mit den Mid und Late Round Picks eventuelle Lücken im Roster adäquat zu besetzen.

Unser neuer QB hat noch zwei Jahre in seinem aktuellen Vertrag, welche einen Cap Hit von 20 bzw. 23 Millionen haben.

Wir freuen uns auf ihn und wünschen Matthew alles Gute in Los Angeles!